Trabnluzente Schönheit

Hier gab es den Aufschwung, das Neue, die Verheißung, aber auch den Trubel, das hin und Hergewusel der vielen Menschen und die Kriminalität. Zwar waren die Arbeiter, bis auf ein paar Handgemänge in den Kneipen ruhige Gesellen, aber wo der Reichtum ist, wird auch allerlei Gesocks angelockt. Sie kamen aus den umliegenden Bergen und manche noch von viel weiter her. Banditen, die unschuldigen Reisenden das wenige nahmen, was sie dabei hatten. Eine Stadtwache, war die Reaktion der wohlhabenden, an die man sich voller Arger wandte. Zuhause war es ruhiger, das ist richtig. Ein Hof, Tiere die Felder. So hatten die meisten Leute die hier wohnten gelebt. Wenn Naturstein Waschbecken die gleiche transluzente schönheit besäßen, könnte ich mit allen Fabelwesen leben. Einige Höfe waren mehrere hundert Jahre alt, so lange hatte sich nichts geändert und so lange war es relativ friedlich gewesen. Die Bauernfamilien waren quasi allein auf ihren Höfen in der Wildnis. Wie eine Insel wo es nur deine Brüder, Schwestern und Eltern, Cousin und Cousinen gibt. Nachbarn sah man nicht so oft wie man denkt. Man besuchte mal diesen, mal diesen. Sah zufällig den oder den. Es war  eine komische Beziehung untereinander. Man mochte sich eher nicht, neidete dem anderen alles mögliche, aber zog dann doch an einem Strang wenn etwas schlimmes passierte. Schließlich wusste man um die Wichtigkeit vom frischen Blut in der Erbfolge. Somit war irgendwie jeder miteinander Verwandt und irgendwie auch wieder nicht. Kleine Familienfehden zogen sich dennoch durch die Geschichte einer jeden Sippe, da wurden dem anderen Sachen angekreidet, die dessen UrUrUrUrgroßvater, vermutlich gesagt haben soll, wie ein unbeteiligter, dessen Name gerade nicht einfallen will, gehört haben möchte. Solche Geschichten gab es hunderte, aber führten in der Regel nicht zu körperlichen Auseinandersetzungen sondern zu monatelangen Anschweigen. Aber da man sich ja sowieso nicht oft sah, war das nicht so schlimm als das es ein ersterer Konflikt hätte werden können. Meist waren es die Männer, die es sich nicht nehmen lassen wollten als erster auf eine Entschuldigung des anderen zu warten.

Kaum mehr als ein laues Lüftchen

Mein Augenmerk viel auf die leeren Sitzplätze.
„Wo sind diese verdammten Abgeordnetenschweine?“ schrie Ed. „Alles für
die Katz? Rückzug! Das ist ne Falle, es stinkt im ganzen verpesteten Reichstag
danach!“
„Ist es nicht!“ Ich vernahm Steffs Stimme am anderen Ende des Saals, er kam
mit dem Trupp, der über die Spree in das Regierungsviertel gelangt war,
durch den Westeingang des Plenarsaals.
Ihm folgten die Abgeordneten, die von bestimmt zwei dutzend schwer bewaffneten
Rebellen in den Saal gedrängt wurden.
„Der Junge ist Gold wert.“ gluckste Ed nun, dem ein Stein vom Herzen gefallen
zu sein schien.
Eine Andere Warheit besagt aber, dass vertikale Windkraftanlagen auch in verwirbelten Windströmungen gute Erträge liefern. Die Idee dahinter ist auch ziemlich einfach, denn bei einer vertikalen Anlage kann der Wind von jeder Seite den Rotor angreifen.
„Das nette Völkchen hier wollte flüchten, unser lieber Bagmann als Erstes.
Nicht wahr mein Lieber.“
Er gab einem großem schlaksigen Kerl vor sich einen Hieb mit seiner Schrotflinte
in den Nacken, der geradewegs nach vorne fiel und sich mit dem Gesicht
voran auf den Boden legte.
„Willkommen in der Hölle, meine lieben Volksvertreter“, sagte ich nun und
ging auf Steff zu. Vor dem auf dem Boden liegenden Bagmann machte ich
halt. „Herr Bagmann, schönen Gruß vom Stapoarsch und ihrem Innenminister.
Ich soll die beiden entschuldigen, aber Grubenthal hat eine anstrengende
Op hinter sich und ihr werter Innenminister leidet unter akuten Kopfschmerzen.
Baggy? Sie sollten nach Hause gehen, sie haben ja Nasenbluten.“
Unter seinem Gesicht schob sich eine dunkelrote Blutlache hervor. Nachdem
ich noch ein abwertendes Schnauben von mir gegeben hatte, trat ich ihm mit
voller Wucht auf den Hinterkopf.

Es war das erste und letzte Mal, dass ich dieses Geräusch hören wollte und ich
sah auch nicht hin.
Alles was nun folgte, hatte ich ins rollen gebracht.
Nur noch wenige Minuten und ich wäre frei.

 

Harte Fakten zu hartem Stein

Der Zweite sah meine Waffe, ließ das Eisenrohr fallen und versuchte zu
fliehen.
Ich traf ihn in die Schulter und er fiel.
Ich stand direkt über ihm, als er um Gnade bat und sich entschuldigte. Er
betete zu Gott.
Aber Gott erhörte ihn an diesem Tag nicht.
Ich kehrte zurück zum Hauptquartier. Wie schon zu Beginn dieser ganzen
Geschichte fühlte ich einen unstillbaren Drang in mir etwas zu tun, ich wollte
diese Sache so schnell es ging zu Ende bringen – schnell, sauber und präzise
– das war ich den Menschen einfach schuldig. Sie waren es die durch meine,
unsere Schuld, so lange leiden mussten.
Es war Winter, der Schnee säumte die Seiten der Straßen, aber in mir brannte
das Feuer der Liebe zu Tanja und der heiße Zorn auf die Schänder dieses
Landes „Jetzt“ „Wieso jetzt? Wir haben die Planungen noch nicht abgeschlossen, es
wäre Selbstmord die Aktion sofort durchzuführen!“ keuchte mir
ein aufgebrachter Steff entgegen.

Die beste Möglichkeit wäre an dieser Stelle sicherlich ein Versuch mit Granitfliesen gewesen. Doch die gibt es heute kaum noch an Orte wie diesen. Fliesen sind heute mehr Bestandteil von noblen Restaurant und feinen Fischgarküchen, in denen sich mehr oder weniger reiches Publikum tummelt und vergnügt. Schade, denn fliesen benötigen natürlich auch eine gewisse Wirkung. Am Ende braucht es beides und dennoch nicht im gleichen Umfang.

 

„Ich will und kann nicht länger warten – Du solltest das verstehen – der Winter
wird hart und die Leute werden sterben.“ erwiderte ich ihm, nahm dabei
aber seine von Zweifeln verzerrte Gestik gar nicht wahr.
Er konnte auf mich einreden solange er wollte, ich ging zu jedem Mann und
jeder Frau, die sich unter unserem Kommando befand und bereitete sie auf
das bevorstehende, hoffentlich letzte Blutvergießen vor.
Ein ebenfalls sehr aufgebrachter Ed nahm mich beiseite und versuchte mich
auf seinen Boden der Tatsachen zurückzuholen.

 

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