Sternschnuppen ahoi

Als Kind habe ich es geliebt, den Nachthimmel anzuschauen. Einfach mal in den Himmel zu schauen und dort das riesig große Himmelszelt zu sehen, tiefblau oder schwarz mit Millionen und Abermillionen von kleinen glänzenden Punkten, als hätte man Reiskörner auf einem schwarzen Tuch verstreut. Kein Wunder, dass viele Dichter oder philosophische Menschen davon schwärmen, welche Emotionen sie beim Anblick des Sternenhimmels bekommen.

Schade nur, dass wir diesem einfachen Umstand immer weniger auf Krankheit entgegenbringen. Ob wir nun zu beschäftigt sind, einfach mal unser Augenmerk vom Mobiltelefon zu reißen und nach oben zu richten, oder ob wir einfach nur zu Hause vor dem Fernseher sitzen wenn es draußen dunkel wird und uns die dämlichen Sendungen in der alten Glotze anschauen.

Hallo Leute, lasst euch nicht Lumpen und scheut euch nicht davor, jetzt nach draußen vor die Tür zu gehen: es ist die Zeit des Jahres gekommen, in denen die schönsten Sternschnuppen am Himmel zu sehen sein werden. Wenn das mal nicht ein Grund ist, vor die Tür zu gehen! Um genau zu sein kommen die verblüffenden Bestandteile, die jetzt in die Erdoberfläche eintreten werden und dabei ein Schauspiel auf den Himmel zeichnen, aus dem Sternbild des Löwen. Aus diesem Grund werden sie auch Leoniden genannt.

Leider werden wir nicht so viele von diesen schönen Sternschnuppen zu sehen bekommen, wie in den letzten Jahren. Ungefähr 20 pro Stunde sollen wir aber trotzdem bewundern dürfen. 20 pro Stunde bedeutet allerdings auch, dass nur eine Sternschnuppe alle 3 Minuten zu sehen sein wird. Wer da nicht aufmerksam auf den Himmel schaut, wird das schöne Schauspiel verpassen. Es wäre doch wirklich jammerschade, wenn ihr jetzt raus gehen würdet und eure Nachrichtensendungen verpassen würde, nur um dann auch das Himmelsschauspiel nicht begutachten zu können, weil ihr im entscheidenden Moment nicht in den Himmel schaut.

Ach ja, da bleibt natürlich noch ein Problem: in der Stadt wird man sicherlich von dem ganzen nicht viel zu Gesicht bekommen. Durch die ganze Licht-Verschmutzung in Großstädten durch zum Beispiel Straßenbeleuchtungen oder das Licht, das aus den Fenstern der Wohngebäude nach außen scheint ist der Himmel so verunreinigt, dass er nicht wie früher dunkelblau oder schwarz zu sehen ist, sondern fast in einem orangefarbenen Licht getaucht ist. Leider kann man nicht gerichtlich mit einem Anwalt für Arbeitsrecht in Peine dagegen vorgehen… Dadurch ist alles am Himmel schwieriger zu erblicken, die Lichtquellen werden auf unangenehme Weise abgelenkt. Was für Astronomiefans ein schreckliches Ärgernis ist, könnte nun für die gesamte Bevölkerung, welche sich die Sternschnuppen anschauen möchte, zum Verhängnis werden.